Das größte Geheimnis ist die Wahrheit!
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Eigentlich ist es nicht Aufgabe von Journalisten, 47 Jahre später, die Täter einer Entführung zu ermitteln. Es sollte ausreichen, Material zu sammeln, das beweist, dass die offizielle Version nicht der Wahrheit entsprechen kann. Und das wurde ja bereits bewiesen, dass die Mossad-Version, den Kriegsverbrecher aus Argentinien entführt zu haben, nicht der Wahrheit entspricht. Aber es bleibt immer eine Portion Neugier: Wenn es nicht der Mossad war, wie kam dann Eichmann nach Israel?
Gehen wir von drei sicheren Annahmen aus:
1.- Das El Al – Flugzeug mit Eichmann an Bord landete in Israel am 22. Mai 1960 um 7.35 Uhr. Vermutlich hat Eichmann, der Organisator des Holocaust, das israelische Flugzeug nicht freiwillig betreten.
2.- Das El Al – Flugzeug hat den Flughafen in Ezeiza (Buenos Aires) am 20. Mai um Mitternacht verlassen.
3. Die El Al – Maschine, eine Bristol Britannia, musste mindestens zwei Zwischenlandungen einlegen, um Treibstoff zu tanken, eine in Dakar (Afrika), die zugegeben wird, und eine zweite, die die israelischen Behörden bis heute verschweigen.
Mehrere Indizien weisen darauf hin, dass Eichmann freiwillig mit einem Kleinflugzeug nach Uruguay gereist ist, um dort wichtige Gespräche zu führen. In Uruguay angekommen, wurde ihm eröffnet, dass gegen ihn Haftbefehl bestehe und er fortan kein freier Mann mehr sei, zehn Tage später wurde er in das El Al – Flugzeug gesetzt, das am Flughafen Laguna del Sauce (Punta del Este) zwischen gelandet war. Die Indizien:
a) Laut der Ein- und Ausreisepapiere von William Mosetti, Generaldirector von Mercedes Benz Argentina, Ex US-Geheimdienstagent, der Mann von Standard Oil und vermutlich beteiligt an der Überstellung Eichmanns nach Israel, ist in der Vorbereitungsphase mehrfach nach Punta del Este gefahren. (Archiv der argentinischen Migrationsbehörde)
b) Eichmann hatte vor seiner Abreise seiner Frau erzählt, dass er am 11. Mai einen wichtigen Termin ausserhalb von Buenos Aires wahrnehmen würde und dass, wenn er am Abend nicht zurückkehren würde, sie die Kameraden bei Mercedes Benz informieren solle. Dies tat sie dann auftragsgemäss und eine Suche nach ihm wurde eingeleitet. (Aktenvermerk von Daimler-Vorstandsmitglied und ehemaliger SS-Offizier Hanns Martin Schleyer vom 30. Mai 60, Firmenarchiv DaimlerChrysler)
c) Eichmann/ alias Klement ist aus Argentinien nicht legal ausgereist, sein Name steht auf keiner Passagierliste (Archiv der argentinischen Migrationsbehörde)
d) Am 11. Mai 60 verlässt nur ein einziges nicht-kommerzielles Flugzeug Uruguay Richtung Buenos Aires. (Innenministerium, Uruguay)
e) Dieses Kleinflugzeug war in den USA zugelassen und der Mann, der diese Piper-Apache am 28. Februar 56 erworben hatte, war der US Multimillonär H.L. Brown (Mitteilung der US Federal Aviation Administration, EEUU an mich).
f) H.L. Brown lebte in Texas, aber er unterhielt in Montevideo in der Strasse Rincón ein Büro im Hochhaus “Artigas” (das ihm gehörte), dort war jahrelang das US-Konsulat untergebracht. Das Flugzeug war seit 1957 permanent in Uruguay stationiert, musste dafür eine Sondergenehmigung besitzen. In Montevideo lebten der Sohn und der Schwiegersohn von H.L. Brown. Und wie es der Zufall will, war der Schwiegersohn bis 1942, als er eingezogen wurde, in der Rechtsabteilung von Standard Oil de New Jersey tätig und vertrat diese Firma auch in Venezuela.
g) Dieses Kleinflugzeug Piper ist am 11. Mai auf einem lokalen Flughafen in der Nähe von Eichmanns Wohnung gesehen worden, von wo aus es Richtung Uruguay davon flog. Es muss in Punta del Este gelandet sein (Laguna del Sauce oder Jahuel), weil es auf allen anderen uruguayischen Flughäfen - Carrasco, Carmelo, Melilla – nicht gelandet ist (Ministerio del Interior, Uruguay). Später tauchte es wieder in Montevideo auf, wo es im April 61 amtlich zugelassen wird. (Nationales Amt für Luftverkehr, Uruguay)
h) Die Bücher der Migrationsbehörde in Uruguay, in denen Ein- und Ausreise vermerkt sind, sind sauber und ordentlich geführt. Auch die Bücher über die Ein- und Ausreise über den Flughafen von Punta del Este sind seit 1959 komplett. Aber in den gebundenen Büchern ist eine „Lücke“, zwischen dem 1. April 1960 bis 61. “Komisch”, so der Kommentar des uruguayischen Innenministers, José Díaz, der mir die Archive seines Ministeriums öffnete. Díaz ist einer der historischen Anführer der Sozialistischen Partei Uruguays. Am 8. März dieses Jahres, einen Tag vor Besuch von George W. Bush in Uruguay, wurde er abgesetzt.
i) Laut des Flugplans der Piper von Uruguay nach Buenos Aires, den ich der uruguayischen Verteidgungsministerin zukommen liess, sassen in der Maschine der Pilot Enrique Frois, der Copilot J.A. B. Und ein Passagier Daniel Ferres – alle Uruguayer. Ferres war Reishändler und mit Brown, dem Besitzer der Piper, befreundet; Jahre später wollten ihn einmal die MLN-Tupamaros entführen. Der Pilot Frois (verstorben wie Ferres) unterhielt in Montevideo ein Lufttaxi-Unternehmen. Unter uruguayischen Piloten ist er als jemand bekannt, der an den „Todesflügen“ teilgenommen hat, mit denen während der Militärdiktatur Kinder zwischen Argentinien und Uruguay transportiert worden sind.
j) Der Copilot JAB gibt nicht zu, an dem Flug vom 11. Mai 1960 teilgenommen zu haben, wie es auf dem Flugplan steht. Aber er gibt zu, dass er in die uruguayischen Streitkräfte 1948 eingetreten sei. 1955 habe er ein Spezialkurs in Alabama, bei der US Airforce abgelegt. Am 22. April 60 ist er in den Generalstab der Luftwaffe befördert worden, also knapp drei Wochen vor Eichmann Verschwinden aus Argentinien. Im November 60 sei er in den „Obligatorischen Ruhestand“ versetzt worden.
Wurden die Uruguayer, eine Nation mit anti-faschistischer Tradition, mit dem Argument überredet, dass sie an einer anti-nazi-Aktion teilnehmen? Einen Kriegsverbrecher aus Argentinien locken, wo er geschützt wurde?
Vielleicht war dies die Motivation des Copiloten. Er schien mir, in den Gesprächen die ich mit ihm führen konnte, von aufrechter demokratischer Gesinnung zu sein. Er verlor 1973, beim Militärputsch, wegen seiner gewerkschaftlichen Betätigung seine Arbeitsstelle und flog ein paar Jahre bei dem Lufttaxi-Unternehmen Frois, bis er merkte, dass dieser heimlich Kinder für die Repression transportierte. Er kennt auch die Piper-Apache gut (eine „Porquería“, eine Scheissmaschine, vom technischen Standpunkt her gesehen, weil sie wegen ihrer Sonderausstattung zu schwer für ihre beiden Motoren geworden sei).
Aber hat sich die uruguayische Regierung, zu diesem Zeitpunkt bestehend aus mehreren konservativen Parteien, nie gefragt, warum diese Operation von US-Amerikanern geplant wurde, die enge Verbindungen zu US-Regierungsstellen und zur Erdölindustrie gehabt haben?
Ich habe der uruguayischen Verteidigungsministerin Azucena Berruti, die aus der Menschenrechtsbewegung kommt, nach der Beteiligung von Angehörigen der uruguayischen Streitkräfte an der Operation Eichmann gefragt und Dokumente zukommen lassen. Ich habe Präsident Tabaré Vázquez (Sozialist) gefragt, ob sich sein Land als Basis für eine ausländische Macht benutzen liess. Sie haben sich nicht geäussert.
Dies sind die Fakten. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden.
Der Mythos vom effizientesten Geheimdienst der Welt. Vom edlen Rächer zum moralischen Hochstapler?
US-Investmentunternehmen pumpten Kapital an Rhein und Ruhr, indem sie deutsche Anleihen auf dem US-Markt verkauften. Einer der wichtigsten war die „Union Banking Corporation“ von George H. Walker. Er nahm seinen Schwiegersohn, Prescott Bush, Grossvater des derzeitigen US-Präsidenten, in das Direktorium auf. Und der sollte glänzende Geschäfte mit den Deutschen machen, vor und nach 1933. Im Vorstand seiner „Walkers American Shipping und Commerce“ mit ihrer Nordatlantik-Route der Hamburg-America Linie saß Emil Helfferich, Mitglied im „Freundeskreis Reichsführer- SS“ und bis Kriegsende Präsident der Deutsch-Amerikanischen Petroleum Gesellschaft, der späteren ESSO, sowie der Vacuum Oil Company in Hamburg. Tragfähige Netzwerke also.
„Mit ihrem eigenem Geschäft fortzufahren ...“
Der geheime Pakt der Erdölindustrie mit den Nazis und warum Adolf Eichmann zum Schweigen gebracht werden musste
Gaby Weber
Die russische Oktoberrevolution hatte die Welt neu geordnet. Bis 1917 hatten die Europäer das Weltgeschehen bestimmt. Nun wollten US-Unternehmen mitmischen, vor allem John. D. Rockefeller, der 1870 Standard Oil gegründet hatte. 1879 übernahm er die Vacuum Company und viele andere, bis die US-Regierung seinen Trust 1911 zerschlug. Das Imperium zerfiel in Einzelunternehmen, Standard Oil of New York (SOCONY), Vacuum Oil usw. Aber die Rockefellers zogen weiter die Fäden.
Der Nahe Osten war damals kaum erschlossen, Erdöl wurde an zwei Orten gefördert: In Texas und in Baku, im Kaukasus. Die russischen Erdölfelder waren von den Familien Nobel und Rothschild beherrscht, bis zur Oktoberrevolution, als die Sowjets die Anlagen übernahmen, und sich die Besitzverhältnisse änderten. „Im Sommer 1918 floh der Nobel vor den Sowjets und flehte Kaiser Wilhelm auf Knien an, ihm zu helfen, alles wiederzuerobern“ – so der Berliner Historiker Dietrich Eichholtz. Aber an ein „Wiedererobern“ war mit einer entwaffneten Republik nicht zu denken.
Die Interessen Rockefellers deckten sich mit denen der Deutschen Bank. Nach dem Ersten Weltkrieg waren ihre Anteile an der „Türkischen Petroleum Gesellschaft“ als „Feindvermögen“ beschlagnahmt und den Franzosen übergeben worden. Sie verlor damit auch ihre Rechte auf die Bodenschätze beiderseits der Bagdad-Bahn. Jahrelang klagte sie erfolglos, bis sie einsah, dass sie an der juristischen Front nicht weiterkam und auf eine andere Front umsatteln musste. Sie suchte Verbündete in der amerikanischen Erdölindustrie. Um 1927 muss er geschmiedet worden sein, der Pakt von Standard Oil mit der Deutschen Bank: Adolf Hitler sollte an die Macht, um das Erdöl von Baku zu erobern. Den Treibstoff für diesen Krieg wollte Standard Oil bereitstellen.
Tatsache ist, dass 1927 Standard Oil und die IG Farben das Unternehmen „Standard IG Farben“ mit Sitz in den USA gründeten. Präsident wurde der texanische Ölhändler William Farish. Standard überließ der IG Farben die weltweiten Rechte für die Verflüssigung von Kohle zu Öl. Im Gegenzug erteilte der deutsche Konzern den Amerikanern das Patent für die Herstellung von Buna, synthetischem Gummi. 1927 wurde der junge Adolf Eichmann, Freund von Ernst Kaltenbrunner, bei der österreichischen Niederlassung der Vacuum Oil Company, Teil des Rockefeller Imperiums, eingestellt. Eine Verbindung mit Zukunft.
Während die europäischen Grossmächte ein Erstarken der deutschen Industrie verhindern wollten, schlossen die USA mit der Weimarer Republik Handelsverträge ab. Den Versailler Vertrag hat Washington nie ratifiziert.
Dass in Deutschland nach der Machtergreifung Juden verfolgt wurden, störte bei ihren Geschäften nicht. „Die Vereinigten Staaten waren tief gespalten, was unsere Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus anging“, so Professor Christopher Simpson von der American University in Washington DC, „die rechtsgerichtete Organisation ‚America First’ sympathisierte offen mit den Nazis. Sie stellte die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung als „internes deutsches Problem“ dar und plädierte für Nicht-Einmischung.“
Bei „America First“ gaben die Dulles-Brüder den Ton an: John Foster Dulles, der spätere US-Außenminister, und Allan Dulles, der die CIA aufgebaut hatte. „America First“ verteidigte die Interessen der Firmen, die in Deutschland investiert hatten. Eine Kriegserklärung hätte deren Kapital gefährdet. „Mehrere US-Investmentfonds hatten sich auf Kapitalanlagen in Deutschland spezialisiert“, so Simpson, „sie kauften jüdisches, „arisiertes“ Eigentum, denn dies versprach astronomische Gewinne und sie beauftragten dieselben Anwälte, die sich um die im 1. Weltkrieg beschlagnahmten Güter gekümmert hatten und wussten, wie Kapitalanlagen in Kriegszeiten mit Strohmännern zu tarnen waren.“
Nach 1933 lief alles nach Plan. Die Deutsche Bank mischte sich über ihre Petroleum AG wieder ins Erdölgeschäft ein. Da sie aber in diesem Metier wenig erfahren waren, brauchten sie Partner mit Know How. Ein Aktenvermerk der Bank vom 15. März 1935 hält fest: „Die Deutsche Petroleum AG (hat) Konzessionen für Erölbohrungen erworben und (will) ölhöffige Gebiete mit Staatszuschuß erbohren. Sie (will) noch die Royal Dutch Shell und die Vacuum Oil Company unterbeteiligen und zwar gegen Beteiligung an den eventuell entfallenden Ölen, so daß sich ihr Risiko hieraus ausserordentlich verringert, allerdings auch der Gewinn bei Fündigwerden.“
Anteile an der Royal Dutch Shell halten das britische und niederländische Königshaus und Vacuum Oil Company bedeutet: Standard Oil. Der geheime Pakt teilte also Risiken und Gewinne der neuen Erdölvorkommen.
Diese Verbindung brach nicht mit dem Kriegseintritt der USA ab. Die Vacuum Oil Company wollte sogar bei der Einnahme von Irak und Iran behilflich sein. „Ziel unseres Vormarsches wird neben der Besetzung der Länder Irak, Syrien und Palästina der Suez-Kanal und der Persische Golf sein“, vermerkte der „Bevollmächtigte für die arabischen Länder“ im Berliner „Auswärtigen Amt“ am 5. Februar 1942, „vorbereitet werden muß die Übernahme der Erdölanlagen Arabiens und Irans. Ein Stab aus Fachleuten unter Leitung des Geologen Dr. Schmidt, von der Vakuum-Oil-Company in Hamburg, wird zusammengestellt und die erforderlichen Materialien, insbesondere Bohrgeräte, bereitgestellt.“
Das Hauptproblem der Wehrmacht für den Vorstoss im Kaukasus war, wie schon im Ersten Weltkrieg, der Treibstoff für Panzer und Flugzeuge. Zwar konnte man dank der Patente von Standard Oil aus heimischer Kohle Benzin gewinnen. Doch der Bedarf war bei weitem größer.
Der US-Regierung bereitete die Allianz von Standard Oil mit den Nazis Sorgen, vor allem nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, dem Grund für die Kriegserklärung im Dezember 1941. Washington griff auf das Gesetz über den verbotenen „Handel mit dem Feind“ zurück und eröffnete gegen Standard Oil ein Ermittlungsverfahren. Die Firma soll der US-Navy Patente für Buna und Aluminium vorenthalten und deutsche U-Boote und Flugzeuge betankt haben. John D. Rockefeller wollte davon nichts gewusst haben und Farish verweigerte die Aussage, wies den Staatsanwalt aber darauf hin, dass Standard Oil auch die US-Streitkräfte mit Treibstoff versorge....
Im März 1942 bat das Pentagon Präsident Roosevelt, die Ermittlungen gegen Standard Oil auszusetzen, um die Kriegsproduktion nicht zu gefährden. Roosevelt stimmte zu. Gegen Zahlung einer Geldstrafe von 5.000 Dollar und dem Versprechen, die Nazis nicht weiter zu beliefern, wurde das Verfahren eingestellt. Farish musste sich jedoch vor einem Hearing im US-Senat verantworten, das der spätere US-Präsident Truman leitete, der von „Verrat“ sprach. Farish in der Anhörung: „Unsere Verträge (mit der IG Farben) sollten von 1929 bis 1947 gelten. Sie, Gentlemen, werden verstehen, dass Verträge wie diese nicht unwirksam werden, nur weil die Regierungen der Vertragsparteien gegeneinander Krieg führen. Die Vertragspartner müssen statt dessen einen Weg finden, um mit ihrem eigenem Geschäft fortzufahren.“
Während sich auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkriegs die Soldaten gegenseitig umbrachten, suchte die Industrie also einen Weg, um „mit ihren eigenen Geschäften fortzufahren.“ Keine einfache Sache, denn der US-Kongreß beschloss gegen den Widerstand der Konzerne den Kriegseintritt und vereitelte den Pakt der Erdölindustrie mit den Nazis. Für Standard Oil eine herbe Niederlage. Wie nun mit den „eigenen Geschäften fortzufahren“? Einen eigenen Geheimdienst gründen? Einen Dienst, bei dem nicht so sehr die nationale Sicherheit im Vordergrund stand, sondern das Geschäft?
Bisher ist über einen solchen „Dienst“ nicht bekannt geworden. Aber vor kurzem sind in einer Scheune in Virginia Akten aufgetaucht, die der CIA übergeben wurden. Sie lassen auf die Existenz eines „Dienstes“, eines Kommunikations- bzw. Nachrichtendienstes, namens „the pond“ schließen. Gegründet wurde „the pond“ 1942, also just in dem Jahr der Ermittlungen gegen Standard Oil.
Noch sind die Akten von „the pond“ nicht geordnet, so die CIA, die mir aber Auskunft über mögliche Verbindungen von Mosetti zu „the pond“ für 2.880 Dollar überlassen wollte.
Der Kaukasus-Feldzug dauerte fünfeinhalb Monate. Ab Mitte 1942, als Standard Oil in den USA das Ermittlungsverfahren und das Senatshearing über sich ergehen lassen musste, kam der Treibstoffnachschub ins Stocken. Im Januar 1943 war die Niederlage besiegelt.
Standard Oil wollte über neutrale Länder Treibstoff an die Nazis liefern. Standard Oil of New Jersey schickte ihren jungen Juristen William Negley aus ihrer Rechtsabteilung nach Venezuela, das schon damals vor Öl nur strotzte. Und die SOCONY-Vacuum Oil Company kommandierte 1940 nach Argentinien ab: William Mosetti, 1914 in Triest als Sohn des Direktors der Reederei Lloyd Trestino geboren. Er war Offizier im Abessinienkrieg Mussolinis, danach bei General Motors, bei Ford in Köln und ab November 39 fing er bei SOCONY an.
Argentinien hatte eigenes Erdöl und war weder am Ex- noch am Import interessiert. Und die im Dezember 1942 in den USA gegründete „Petroleum Administration of War“ rationierte Benzin und verhinderte, dass Erdöl in feindliche Hände geriet. Sie musste jeden Export genehmigen. Mosetti machte Druck. Am 25. März 1942 kabelte die US-Botschaft in Buenos Aires nach Washington: „Große Mengen Rohöls werden von den argentinischen Niederlassungen von Standard Oil of New Jersey und Socony Vacuum importiert. Ein Einschnitt würde sie gegenüber der Konkurrenz benachteiligen, die Rohöl vor Ort einkaufen.“
Doch die Rechnung ging nicht auf. Die Alliierten kontrollierten die Seewege, und nur wenige Tanker kamen nach Franco-Spanien durch.
Standard Oil schaltete auf Schadensbegrenzung um. Mosettis traf im März 1943 in Los Angeles ein und erklärte der Einwanderungsbehörde, dass er fortan für die Alliierten kämpfen wolle. Ein „prominent businessman“, wie es in den Akten heißt, setzte sich für ihn ein. Innerhalb weniger Wochen bekam Mosetti die US-Staatsbürgerschaft. Am 18. Mai 1943 zog ihn die US-Army ein und bildete ihn in Camp Crowder im Nachrichtenwesen aus. Er wurde in Nordafrika stationiert und bereitete die Invasion Italiens vor.
Konnte Mosetti, wie er später erzählen wird, Daimler Benz vor der Zerschlagung retten? Eine Liste des militärischen Geheimdienstes mit dem Titel „For Destruction“ führt Rüstungsbetriebe, darunter Daimler Benz, auf, die zerstört werden sollten. Doch weder Daimler noch die Raffinerien von Standard Oil in Deutschland wurden zerstört. Lediglich 20 Prozent seiner Maschinen seien zerstört worden, schreibt Daimler in seiner Firmengeschichte. Und die Hamburger Vacuum Oil gibt „eine gehörige Portion Glück“ dafür an, dass sie von alliierten Bomben kaum getroffen wurde. Von einer schützenden Hand in den Schaltstellen der Alliierten, die größere Zerstörungen verhinderte, ist nicht die Rede.
Im Juni 1946 wurde Mosetti aus dem aktiven Dienst der US-Army entlassen und kehrte zur Socony-Vacuum (inzwischen Mobil Overseas Oil Company) zurück. In Leopoldville, Belgisch Kongo, heuerte ihn Daimler-Benz an und schickte ihn nach Buenos Aires. Am 29. April 1960 ernannte die Aktionärsversammlung Mosetti zum Generaldirektor von Mercedes Benz Argentina. Und zwölf Tage später verschwand Adolf Eichmann, Arbeiter bei Mercedes Benz und vormals Angestellter von Vacuum Oil. Am 23. Mai gab Premierminister David Ben Gurion bekannt, dass sich der Kriegsverbrecher in israelischer Haft befand. Über seinen früheren Arbeitgeber Standard Oil schwieg sich Eichmann aus, zumindest wurde darüber nichts bekannt.
Mosetti schied 1975 bei Mercedes Benz aus. Seine letzte Anstellung war die US-Botschaft in Bern. Er starb 1992 in der Schweiz.
Exxon_Mobil erklärten auf meine Anfrage, dass sie Mosetti in ihren Archiven leider nicht finden konnten, und DaimlerChrysler behauptete jahrelang, seinen Namen nicht zu kennen.
Die Konzerne können sich diesen Zynismus erlauben. Die Informations-Zugangsgesetze gelten nur für staatliche Stellen, nicht für Privatunternehmen.
Aber die Frage, heute wie 1942, steht im Raum, wie die demokratischen Kräfte mit der Raffgier der Corporates umgehen, vor allem wenn sie gegen Gesetze und gegen die Nationale Sicherheit verstösst. 1942 beging die US-Regierung den historischen Fehler, die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Standard Oil einzustellen und auch nach dem Krieg nicht mehr aufzunehmen.
Der Fehler wurde fortgesetzt bei der Geldwäsche. Zweimal hat die Regierung der Vereinigten Staaten begonnen, dem Verbleib des während des Zweiten Weltkriegs versteckten Nazi-„Goldes“ auf die Spur zu kommen. Mit der Operation „Safehaven“ suchten die Alliierten nach deutschen Firmen, die ein Konto in der Schweiz unterhielten. Doch „Safehaven“ schlief 1947 ein. Im Kalten Krieg wollte man künftige Verbündete nicht verprellen. Und in den neunziger Jahren unternahm der US-Staatssekretär Stuart Eizenstat einen zweiten Versuch. Alle Behörden, auch CIA und FBI, mussten für seinen umfangreichen Bericht mit dem Titel „Geldwäsche von Nazigold“ ihre Archive öffnen. Doch Eizenstat ermittelte nichts, was nicht schon bekannt gewesen war. Weder ein Hinweis auf die „Geldwäsche“ von Daimler Benz in Argentinien, noch ein Hinweis auf William Mosetti, obwohl die Beschlagnahmung des Imperiums von Jorge Antonio über Jahre die Schlagzeilen beherrscht hatte und auch der CIA nicht entgangen sein kann. Die deutsche Industrie zahlte zehn Milliarden Mark für die Zwangsarbeiter. Das Thema war vom Tisch und wurde wieder zum Tabu.
Im Moment werden in den USA die Karten neu gemischt, der von den Demokraten kontrollierte Kongress versucht, den Irakkrieg zu beenden und die Bedingungen dafür zu schaffen, Ermittlungen gegen George W. Bush in die Wege zu leiten. Doch wahrscheinlich wird hinter den Kulissen, fern der Öffentlichkeit und der demokratischen Kontrolle, doch wieder nur geschachert und die Verbrechen unter den Teppich gekehrt.
Der Nazi-Kriegesverbrecher Adolf Eichmann ist nicht vom Mossad aus Argentinien entfuehrt worden. Er war jahrelang Angestellter von Standard Oil. Drei Mossad-Agenten haben aber Buecher ueber ihre angebliche Entfuehrung aus Argentinien verfasst. Vieles davon ist frei erfunden - verfasst von der "Abteilung Desinformation"
gaby weber, buenos aires 09.04.2007
WIE KAM ADOLF EICHMANN WIRKLICH NACH ISRAEL ???
15. Dezember 1961. Ein israelisches Gericht verurteilt Adolf Eichmann, der die Deportation Hunderttausender in die NS-Vernichtungslager organisiert hatte, aufgrund seiner Verbrechen gegen das jüdische Volk und die Menschheit zum Tod. Dies ist die unleugbare geschichtliche Wahrheit.
Drei Mossad Agenten, unter ihnen der Chef des Geheimdienstes Isser Harel, hatten in ihren Memoiren detailliert beschrieben, wie sie den Kriegsverbrecher aus Argentinien entführt haben wollen. Davon ist vieles frei erfunden. Dies ist ihre Version, die von der israelischen Regierung nie dementiert wurde:
1.- Nach jahrelanger Fahndung will der Mossad Eichmann in Argentinien gefunden und am Abend des 11. Mai 1960 auf seinem Nachhauseweg gestellt und gewaltsam in ein Auto gezerrt haben. In einer konspirativen Wohnung in Buenos Aires wollen sie ihn neun Tage gefangen gehalten haben.
2.- In der Nacht des 20. Mai wollen Mossad-Agenten Eichmann, betäubt und in der Uniform eines El-Al-Stewards, an der unaufmerksamen argentinischen Zoll- und Passkontrolle vorbei am Internationalen Flughafen in Ezeiza in das El-Al-Flugzeug Bristol Britannia gesetzt haben, das eine Regierungsdelegation nach Buenos Aires am Morgen eingeflogen hatte.
3.- Das El-Al-Flugzeug soll um kurz nach Mitternacht, am 21. Mai, in Ezeiza gestartet, und mit einer Zwischenlandung in Dakar am 22. Mai um 7.35 Uhr in Israel gelandet sein.
Dies kann nicht stimmen.
1.- Eichmann ist 1957 von einem Überlebenden des KZ Dachaus, Lothar Hermann, entdeckt worden, einem alten, blinden Mann. Er teilte dies dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer mit, der die israelische Regierung jahrelang, vergeblich, überzeugen wollte, den Kriegsverbrecher vor ein israelisches Gericht zu bringen. Im März 1960 schrieb Hermann nach Israel: „„Es scheint, dass Sie kein Interesse haben, Eichmann zu verhaften.“
2.- In der Nacht des 20. Mai wurde nach argentinischen Untersuchungen kein Mann in El Al Uniform am Airport in Ezeiza an den Kontrollbehörden vorbei geschleust. Das El Al Flugzeug startete in Ezeiza ohne Eichmann an Bord.
3.- Die Bristol Britannia hat, nach Angaben des Herstellers, der Bristol Aeroplane Company, eine Reichweite von 6.869 Kilometern. Die Distanz zwischen Dakar und Buenos Aires beträgt aber 6.952 Km. Deshalb musste das Flugzeug, wie auf dem Hinflug in Recife, auch auf dem Rückflug auftanken. Bei dieser, aus technischen Gründen, zwingenden Zwischenlandung wurde Eichmann in die El-Al-Maschine gesetzt, auf dem Flughafen Laguna del Sauce im uruguayischen Badeort Punta del Este.
Aber wie war Eichmann dorthin gekommen? Freiwillig oder gewaltsam? Wurde er dort verhört, gefoltert? Oder wurde mit ihm, dem ehemaligen Obersturmbannführer und damit ranghöchsten Nationalsozialisten im Exil, verhandelt? Was hat er preisgegeben? Was waren die Motive für die Gefangennahme des Mannes, der fünf Jahre lang auf der Lohnliste von Standard Oil gestanden hatte? Und wer war diese mysteriöse Mann William Mosetti, der Mann von Standard Oil, Offizier für Mussolini, US-Geheimdienstagent und Generaldirektor von DaimlerChrysler? Auch Eichmann arbeitete dort.
Eichmann war 1906 in Solingen geboren worden , in Linz aufgewachsen und dort auf dieselbe Realschule wie Adolf Hitler gegangen, auf die Kaiser-Franz-Josef-Realschule. 1927 trat er in die „Frontkämpfervereinigung“ ein, und im selben Jahr wurde ihm von der US-Firma Vacuum Oil Company, die einst David Rockefeller seinem Trust einverleibt hatte, die Vertretung für Oberösterreich übertragen. „Bis Juni 33 arbeitete ich für diese Firma in Oberösterreich, Salzburg und Nordtirol“ – so Eichmann in seinem Lebenslauf.
1932 rekrutierte ihn sein Freund Ernst Kaltenbrunner, der spätere Chef des Reichssicherheitshauptamtes, für die NSDAP und die SS. Dank des Motorrads, das ihm Vacuum Oil zur Verfügung gestellt hatte, war er mobil und seine Kameraden, denen er im Braunen Haus in Linz Bier und Vesper spendierte, ernannten ihn zum „Führer des Motorsturms der Standarte“. Im Juni 1933 verbot die österreichische Regierung alle Nazi-Aktivitäten. Eichmann wurde gekündigt – „ein freundlicher Abschied“, schreibt der Eichmann-Biograph David Cesarani. Die Firma zahlte noch fünf Monatsgehälter. Eichmann machte Karriere, landete beim „Verbindungsstab“ des Reichführers SS in Passau und im SD-Hauptamt. Dort baute er die Abteilung „Juden“ auf.
Nach 1945 versteckte er sich fünf Jahre lang in Deutschland. Obwohl er der Protokollführer der „Wannseekonferenz“ gewesen war, auf der die „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen wurde, klagten ihn die Alliierten in Nürnberg nicht an. Laut Dokumenten der CIA soll Eichmann versteckte Goldbestände gesichert und die Flucht von Kriegsverbrechern finanziert haben.
1950 traf Eichmann in Buenos Aires ein – mit falschen Papieren, die er von einem Franziskanermönch erhalten hatte. Zwei Jahre später ließ er seine Familie nachkommen, seine Söhne schulte er unter ihrem richtigem Namen in der deutschen Schule ein.
„Eichmann war in einer Gruppe von 16 Deutschen gekommen“ - erinnert sich die rechte Hand von Staatspräsident Perón, Jorge Antonio, der 1951 Mercedes Benz Argentina gegründet hatte - „Daimler Benz bat mich, sie einzustellen, sie alle seien Techniker. Ich kannte ihn unter seinem richtigen Namen, aber das interessierte mich alles nicht.“
Antonio kaufte als Strohmann für Daimler-Benz und andere Firmen 60 Aktiengesellschaft im Bergbau, in der Landwirtschaft, im Immobiliensektor, mit Geld, das während des 2. Weltkrieges in der Schweiz angelegt war. So gelangte es, getarnt als Begleichung von Ex- und Importen, wieder in den Kreislauf der Unternehmen.
Hat er sich jemals gefragt habe, ob er Nazi-Gelder verwaltete? “Mit uns haben die Deutschen viel Geld gemacht“, so Antonio, lachend, „wenn Sie das Geldwäsche nennen ... Ich wollte eine Lastwagenfabrik. Und die habe ich bekommen.“
1955 putschte das Militär. Alle Firmen Antonios wurden beschlagnahmt, seine Ordner über seine Finanzaktionen, über getürkte Lieferungen und die schwarze Buchführung. Antonio wurde verhaftet und saß zwei Jahre im Gefängnis. 1957 fiel Daimler Benz entschädigungslos an den argentinischen Staat. „Die beschlagnahmte Firma“, so heisst es im Urteil, „konnte die Existenz von deutschen Kapitalanlagen nicht nachweisen.“
Daimler-Benz und sein grösster Anteilseigner, die Deutsche Bank, fürchteten, “ihr” Kapital zu verlieren und erinnerten sich an einen alten Freund. An William Mosetti. Er war 1949 zu Socony-Vacuum, inzwischen Mobil Overseas Oil Company, zurückgekehrt und lebte in Afrika. Als ihn Daimler-Benz anheuerte, war er in Leopoldville, Belgisch Congo, und von dort sandten sie ihn nachBuenos Aires. Er machte, mit seinen Verbindungen, vor allem zu den Militärs, glänzende Arbeit.
Erst das Berufungsgericht entschied zugunsten von Daimler-Benz. 1959 öffnete die Lastwagenfabrik wieder ihre Pforten, Arbeiter wurden eingestellt. Unter ihnen Eichmann alias Ricardo Klement.
Eichmann hat sich sehr sicher gefühlt. Er gab sogar Interviews. Der ehemalige SS-Offizier Willem Sassen führte mit ihm 50 mehrstündige Gespräche. Eichmann war verbittert. Er, einst Herr über Leben und Tod, war verarmt und hatte nichts mehr zu sagen. Die deutsche Grossindustrie hatte an einem Wiederaufbau der NSDAP kein Interesse und bei Mercedes Benz erhielt er ein Gnadenbrot.
Auf den Tonbändern, die Sassen mit Eichmann aufnahm, ist immer wieder das Entkorken von Weinflaschen zu hören. Er kam in Fahrt und prahlte mit „Heldentaten“: „Mich reut gar nicht. Hätten wir von den 10,3 Millionen Juden 10,3 Millionen Juden getötet, dann wäre ich zufrieden und würde sagen: ‚gut, wir haben einen Feind vernichtet.“
Sassen versuchte das Interview an die Presse zu verkaufen. Es war nur eine Frage der Zeit, dass Journalisten an der Haustür des redseligen Eichmann klingelten. Und es war völlig unberechenbar, über was und über wen er wohl auspackte. Über Hans Globke, seine Kameraden aus der SS, die in Chefetagen bundesdeutscher Konzerne einzogen? Über seinen früheren Arbeitgeber Standard Oil?
Am 29. April 1960 ernannte die Aktionärsversammlung von Mercedes Benz Argentina William Mosetti zu ihrem Generaldirektor. Und 12 Tage später, am 11. Mai 1960, kam Eichmann nicht nach Hause. Er hatte zuvor seiner Frau gesagt, dass er „eine wichtige Verabredung ausserhalb von Buenos Aires“ habe. Am nächsten Morgen schlug seine Frau in der Mercedes-Fabrik Alarm und eine „inoffizielle Suchaktion wurde eingeleitet“ – so ein Vermerk des ehemaligen SS-Offiziers und Daimler-Vorstandsmitglied Hanns-Martin Schleyer.
Am 23. Mai erklärte Israels Premierminister in der Knesset, dass sich Eichmann in israelischer Haft befinde. Wie er nach Israel gekommen ist, sagte Ben Gurion nicht. Die Version, dass der Mossad Eichmann aus Argentinien entführt haben will, setzten Journalisten in die Welt.
Mosetti muss an seiner Entführung teilgenommen haben. Am 12. Mai, einen Tag nach seinem Fernbleiben vom Arbeitsplatz, liess er Eichmann/ Klement aus der Sozialversicherung herausnehmen. Er wusste zu diesem Zeitpunkt also schon, dass der Kriegsverbrecher nicht zurück kehren wurde – elf Tage bevor Ben Gurion seine Gefangennahme in der Knesset bekannt gab.
Die argentinische Regierung liess untersuchen, wie es zu dieser Verletzung ihrer Souveränität gekommen war. Aber die Ergebnisse wurden nie veröffentlicht. Die Welt erfuhr nichts von jenem kleinen Piper-Flugzeug mit US-amerikanischer Register-Nummer, die an jenem 11. Mai, von einem lokalen Flughafen in der Nähe von Eichmanns Haus, startete und den Rio de la Plata Richtung Uruguay überquerte.
Bis heute verfassen Schreiberlinge für viel Geld Filme und Bücher über die angebliche Entführung des Kriegsverbrechers durch den Mossad. Die Lüge geht ihren Weg.
Der nächste Teil wird am Donnerstag, den 12. April, erscheinen: „Mit ihrem eigenem Geschäft fortzufahren ...“
Der geheime Pakt der Erdölindustrie mit den Nazis und warum Adolf Eichmann zum Schweigen gebracht werden musste auch unter
In the late 1940s, Walther (Walter) Rauff, an SS officer who was responsible for the murder of at least 100,000 people and was wanted by the Allies as a war criminal, was employed by the Israeli secret service. Instead of bringing him to justice it paid him for his services and helped him escape to South America. ocuments of the U.S. Central Intelligence Agency (CIA) that have been released over the past several years how that the Americans were aware that Rauff's case was not exceptional.
A CIA memorandum dated March 24, 1950 describes the relations between the Israel agent Edmond (Ted) Cross, whose name is deleted on this document, and a Nazi named Janos Walberg: "Subject's engagement be [sic] the Israeli Intelligence Service would fit into the picture as revealed by talks with X with [Edmond (Ted) Cross a.k.a. Magen or Crowder] consisting in the utilization offormer Nazi elements for observation and penetration in the Arab countries. The attempt to send the well-known former SS Colonel Walter Rauff to Egypt having failed, the Israeli Service with all probability (however this has not yet been confirmed) had engaged Subject [Walberg], whose sentiments and past would arouse no suspicions in Egypt that he is a Jewish agent."
An earlier document, from February 1950, states that Cross helped Rauff obtain the necessary papers for immigration to South America, even though the attempt to send him to Egypt had failed. Why, though, did Israel help Rauff? This document provides a hint: "It is not improbable that Subject's presence in Syria was in connection with a mission for the Israel[i] service." Rauff was indeed in Syria, serving as military adviser to President Hosni Zaim, who sought a peace agreement with Irsael. Rauff was forced to leave after Zaim was deposed in a military coup.
The mission Rauff was to have carried out in Egypt is not known, but his connection with Cross may supply more than a hint. According to research by Ruth Kimche, a former Mossad employee, Cross was sent in July 1948, as the War of Independence raged, to assassinate several key figures in Egypt with the help of a group of Jews. At the last minute the mission was called off. Cross returned to Egypt in September, but again the plan was not executed, probably because he became entangled in a love affair with the Egyptian Princess Amina Nur a-Din and had to leave the country. According to Kimche, "The whole story is very reminiscent of the Lavon Affair of the 1950s, except that fortunately for them the 1948 plan was not implemented, apparently thanks to the Egyptian princess." But the plan was not jettisoned, either. In 1949, as the U.S. documents show, Cross wanted to sent Rauff to Egypt. According to another document in Rauff's CIA file, Rauff did not reach Egypt, but a 1953 memorandum quotes the U.S. ambassador to Egypt as saying that a man named Rauff was in the country. True, the memorandum describes this Rauff as a Pole, but it also notes that he organized the extermination of Jews in Poland, making it very likely that the reference is to the famous Nazi officer. Rauff was born in 1906. He served in the German Navy from the age of 18. In 1937 he was dismissed for conduct unbecoming an officer due to adultery.
A close friend and fellow former naval officer, Reinhard Heydrich, who was then deputy commander of the SS under Heinrich Himmler, helped get him into the Nazi organization. Initially Rauff served in SS headquarters in Berlin. After the conquest of Norway in 1940 he headed the security police there for three months. That year he was reinstated in the Navy, at his request, and commanded a fleet of minesweepers, but in 1941 Heydrich summoned him back to SS headquarters. When Heydrich was appointed governor of occupied Czechoslovakia, Rauff accompanied him to Prague as his technical assistant. He returned to Berlin in June 1942, after Heydrich's assassination by the Czech resistance. Rauff was appointed head of the SS Technical Department and was responsible for the project of extermination using gas vans. After Jews and others were herded into the back of a gas van, the vehicle was sealed and the exhaust pipe introduced into the back. When the engine was turned on the fumes killed everyone in the back of the vehicle. Between 97,000 and 200,000 people, most of them Jews, were murdered in this way. This method of mass murder was too slow and cumbersome for the Nazis, however, who went on to develop the gas chambers using Zyklon B as the killing agent. From July 1942 until May 1943, Rauff also commanded the Einsatzkommando (a unit of the Einsatzgruppen, the mobile killing squads that were in charge of annihilating Jews) in North Africa and was responsible for concentrating the Jews in Tunisia. In July 1943, after a brief stay in Berlin, he was made commander of the Einsatzkommando in Corsica, and from September 1943 until the end of the war was the SS Kommandant in Milan.
As such, he took part in the secret negotiations that led to the surrender of the Nazis in northern Italy. Rauff, unlike other Nazis who participated in the talks, was arrested by the Allies on April 30, 1945. In 1947 he escaped and was recruited for Syrian intelligence by Captain Akram Tabara, who gave his name as Dr. John Homsi. Rauff advised President Hosni Zaim in Syria and was arrested on the day of the coup against him. Rauff managed to convince his captors that he was only an adviser and had no command powers; he was released but ordered to leave the country. According to one of the versions in the CIA files, Rauff was suspected of ties to "subversive Communist activity," as the agent of a German named Von Lipkau. After Rauff's expulsion from Syria, he was supposed to accompany Lipkau to India to disseminate Communist propaganda. According to one CIA report, the mission was aborted because Lipkau remained in Tel Aviv due to other commitments.
From Damascus Rauff went to Beirut, and from there to Italy. With the assistance of Israeli, and apparently also British intelligence, he sailed for South America in December 1949. He settled in Quito, the capital of Ecuador. A 1953 report put him in Buenos Aires, where he probably headed an anti-Communist group. In 1958 Rauff moved to Chile, obtaining permanent residency status there a year later. He became a cattle and fish merchant and was described as a rancher and an industrialist. His son, also named Walter, was accepted to the Chilean naval academy and was the protege of Chief of Staff General Carlos Prats, a supporter of the socialist President Salvador Allende.
The son denies that his father ever worked for Israel. On December 19, 1962, Rauff was arrested in Chile after West Germany requested his extradition. Chile's Supreme Court refused the request and released Rauff. Allende's election as president did not change the situation: in a friendly letter to Nazi hunter Simon Wiesenthal Allende wrote that he could not reverse the court's 1962 decision. In September 1973, Allende was killed in a military coup against his democratically elected government. A few months later, the French paper Le Monde reported that Rauff was appointed head of Chile's intelligence service; the report was denied by the Chilean government. Ten years later, in January 1984, Chile turned down an extradition request for Rauff from Israel's Justice Ministry. A month later, West Germany repeated its extradition request. Chile said the case would be reopened only if it were presented with evidence of new crimes. Extraditing Rauff would not serve any public interest in Chile, the court said, since he had lived in the country for many years and his behavior was always beyond reproach.
The U.S. government got into the act, emphasizing to Chile its conviction that Nazi criminals must face trial. The Santiago government came under heavy international pressure to extradite Rauff. Both President Ronald Reagan and British Prime Minister Margaret Thatcher addressed the issue in 1984, but their comments did not impress Chilean dictator Augusto Pinochet. The Nazi hunter Beate Klarsfeld traveled to Chile to organize protests over the issue and was arrested twice for disturbing the peace. Then director general of Israel's Foreign Ministry, David Kimche, visited Santiago in 1984.
The press reported that he urged his hosts to deport Rauff, whom he described as one of the major war criminals living in a Western country. His wife, Ruth Kimche, said on behalf of her husband that he does not recall this; they were in Chile on a private visit, she says. The sincerity of the Israeli efforts toward Rauff's capture can be gauged from the fact that already in 1979 Israel sold patrol boats to Chile and then overhauled Chilean war planes, and in 1984 was still assisting with their maintenance. Rauff died of lung cancer in May 1984. The statement issued by the Israeli embassy sounded like a sigh of relief: "The problem with Mr. Rauff is now solved. God has tried him."
The fact that Rauff supplied intelligence to Israel has been published before, but for some reason the reports did not generate a public debate over the moral implications of Israel's providing protection to a major Nazi criminal, who was the subject of an international campaign by Nazi hunters Simon Wiesenthal and Beate Klarsfeld to bring him to trial. Similarly, the renowned U.S. Holocaust researcher Richard Breitman, who as director of historical research for the Nazi War Criminal Records Interagency Working Group reviewed Rauff's CIA file, chose to ignore information indicating that Israeli intelligence systematically employed Nazis in Arab countries.
According to CIA records Rauff's handler was Ted Cross, whose Hebrew name was David Magen. Cross was recruited in 1948 for clandestine activity by Asher Ben-Natan, director of operations in the Foreign Ministry's Political Department, which served as the precursor to the Mossad. Cross was fluent in several languages and had served in British intelligence in World War II. According to an article by Gil Meltzer in the daily Yedioth Ahronoth from a year ago, Cross - who was from a wealthy Jewish Budapest family named Gross - was an international adventurer, a hedonist and a womanizer. To pay for his flashy lifestyle, he dealt in drugs. When Israel discovered that he had also sold his services as an agent to Egypt - for the very handsome sum of $20,000 - he was arrested and sentenced to a lengthy prison term. After his release he went into the restaurant business and, among other things, helped found the Wimpy's hamburger chain.
Can the Israeli government be blamed for the ties between Cross and Rauff, or was this a private initiative by the double agent? The CIA, it turns out, did not know some important details about Rauff's connections with Israeli intelligence. In Passover of 1993, Shlomo Nakdimon published an interview with Shalhevet Freier in Yedioth Ahronoth. In the late 1940s Freier was a branch director in the Foreign Ministry's Political Department, and in the 1970s he chaired the Israel Atomic Energy Commission. He has since died. In the interview he related how he had recruited Rauff in Italy, after friends in the Italian Foreign Ministry tipped him off about the new arrival. Rauff was using an alias at the time. According to Freier, then, it was the Political Department that employed Rauff; there is no mention of Cross in his interview.
Freier told Nakdimon that Ben-Natan and the director of the Political Department, came to Italy especially "in order to watch the adviser to the president of Syria enter the house of their man in Rome." Freier introduced himself to Rauff as a representative of Israeli intelligence. For an entire month the Nazi criminal sat and wrote a report on Syria's military deployment.
"When he didn't know the answer to a question, Rauff called friends in Syria for additional information," Freier said. The Israeli government not only paid Rauff, but also arranged for a legitimate Italian visa. Rauff, his wife and their children sailed from Genoa to South America. He handed Freier the last part of the report in the port.
The CIA received information that Rauff had acted on behalf of British intelligence in Syria and gave his handlers a copy of the Syrian intelligence service and political police reorganization plan. He seems to have been the servant of several masters at once. According to the CIA documents, in November 1949 Rauff arrived in Rome from Beirut and stayed at the Pensione Telentino under the name of Walter Ralf. Sources at the hotel said that he had little money and lived frugally. He had no visitors and received only a few telephone calls. A Catholic priest known for his Nazi leanings gave Rauff 40,000 lire. On December 17, 1949, Rauff set sail for Ecuador. Both the ticket and his passport were supplied by either Israeli or British intelligence. In January 1950, Cross told CIA agents that Rauff had left Italy and had severed his ties with Israeli intelligence, but had left behind many interesting documents. Cross promised to bring them to the next meeting, but the agents did not really believe him.
Freier said in the interview that Rauff continued to write to him. He told Nakdimon that he maintained contact with the Nazi "because I thought that one day I might need him. The Arabs trusted him."
Ben-Natan, who later served as director general of the Defense Ministry and ambassador to France and to Germany, now confirms that Freier employed Rauff but says he received a report from him to this effect only post factum. In retrospect, Ben-Natan today believes it was a mistake to forge ties with the Nazi criminal, but emphasizes that he provided very important material.
In the memoirs he published five years ago, Ben-Natan has a different account. He writes that Freier "succeeded in sending to Syria a former Nazi officer, who upon his return brought information about the deployment of the Syrian army." Ben-Natan confirms that the officer was Rauff, but is not absolutely certain which version is correct. In writing the book, he says, he relied solely on his memory. What did the Israelis who hired Rauff know about his past? Were they aware of the gravity of his crimes? Asked by Nakdimon whether he knew at the time that Rauff was responsible for the gas-vans and the death of up to 200,000 people, Freier said he was not: "I asked him about his past, and he claimed that he had been the Gestapo official in charge of forging British pounds in order to subvert the British economy. Only years later did I hear on the radio that the Americans, after decoding files of senior Nazis, stated that Rauff had been in charge of all the engineering activity of the Gestapo."
It is difficult to believe that Freier did not know who he was recruiting. On May 2, 1945, many newspapers reported that "the infamous Colonel Rauff, the long-sought head of the SS in Milan, was captured." On October 19, 1945, Rauff, in American captivity, signed a sworn declaration admitting his involvement in killing Jews in the gas-vans. This document was submitted at the Nuremberg trials, together with a letter from his subordinate, Dr. August Becker, which contained a report about technical problems in the mass murder of the Jews. Apart from this, Rauff's name appears 31 times in the transcripts of the Nuremberg trials. This information was readily available: all one had to do was contact Dr. Robert Kempner, an American Jew who was the deputy chief prosecutor at Nuremberg, or the Jewish observers who followed the trials. Ben-Natan, who collected material about Nazi war criminals during this period in Europe, confirms that this information was available.
Rauff's mention in connection with the SS project to forge British banknotes calls into question another operation in which Freier was involved. At the end of the war, a Jew named Jacques Van Harten, one of the central agents of the forgery project, contacted Jewish soldiers from Palestine in northern Italy and offered them large quantities of forged banknotes in return for protection. (An article about this episode appeared in this magazine in 2000.)
In addition to large sums of money, Van Harten was also in possession of a large quantity of jewelry. Shmuel Ossia, an associate of Freier, testified that Freier interrogated Van Harten at length about his past. Ossia remembers seeing the frightened Van Harten in the corridor during the interrogation, which went on for a few days. Van Harten undoubtedly related how he had helped Himmler's special envoy, Kurt Becher, who was in charge of plundering the property of Hungarian Jewry, and revealed what he knew about the source of the forged British money, which later, thanks to Van Harten, would become a crucial source of funding for the illegal immigration and arms purchasing operations of the Haganah, the forerunner of the Israel Defense Forces.
The extent of Freier's awareness of Van Harten's deeds is shown not only by the commanders of the illegal immigration project (Aliyah Bet), but also by the fact that in an interview to the historian Nana Sagi in 1966, he said with feigned innocence that he did not understand how no reference was made to Van Harten in the Kastner and Eichmann trials. Sagi did not ask Freier why he did not use his extensive connections to address the issue.
The Americans arrested Van Harten in Italy, on suspicion of abetting the escape of Nazi war criminals. The Mossad l'Aliya Bet - the clandestine organization of the Jewish community in pre-1948 Palestine, which was in charge of the illegal immigration of Jews to the country - tried to obtain Van Harten's release. Yitzhak Tamari, a soldier in the Haganah who knew why Van Harten had been arrested, protested to the commander of the Haganah unit in Italy, Eliahu Ben Hur (Cohen). Ben Hur, who later became a major general in the IDF, told Tamari that Van Harten had been promised protection and a gentleman always keeps his word.
Following Van Harten's release, in 1946, Ben Hur instructed his father, Abba Cohen, Tel Aviv's fire chief, to help Van Harten acclimatize. Van Harten opened a jewelry store on Nahalat Binyamin Street, near the Carmel produce market. Abba Cohen later got a job in one of Van Harten's businesses. Van Harten died in 1973, a respected businessman and a resident of the upscale community of Savyon who during the war had used his money and connections to save Jews and smuggle out valuables for them, particularly jewelry. His family stuck to this account even after the publication of the article in 2000. The jewelry store, by the way, closed down soon after the article appeared.
Freier also helped Van Harten in 1947, when the British wanted to deport him. He put him in touch with the Jerusalem lawyer Mordechai Eliash and was probably also responsible for a letter sent to the British by Golda Meyerson (Meir), as the acting foreign minister of the Jewish Agency, stating that Van Harten was under the protection of the pre-State Jewish community, the Yishuv, because he had ostensibly helped save Jews.
But Van Harten was small fry compared to Rauff, who was a criminal on the same scale as Eichmann. It is thus not surprising that Klarsfeld, who invested considerable efforts to bring Rauff to trial, almost slammed down the telephone receiver when she heard that he had been employed by Israeli intelligence and had received its assistance in escaping to Europe. "In 1984, when I campaigned in Chile for Rauff's extradition, I had no knowledge of so-called 'contacts' between him and the Mossad," Klarsfeld wrote in an e-mail. "I doubt that it could have been possible, because Rauff was well-known in the Jewish world for his role in the gassing program by trucks and also because he persecuted the Jews of Tunisia when he was head of the Nazi police in Tunisia, and he persecuted the Jews in Italy when he was head of the Nazi police in Milano." Similarly, the director of the Israeli office of the California-based Simon Wiesenthal Center, Dr. Ephraim Zuroff, finds it improbable that Freier did not know about Rauff's crimes.
Für die Sicherheit Israels kooperieren wir sogar mit dem Teufel In einer Villa in Pullach bei München, in der einst Hitlers Parteikanzleichef Martin Bormann residierte, besiegelten an einem Wintertag Anfang der 60er-Jahre ein früherer Nazi-Geheimdienstchef und ein Überlebender des Holocaust die geheime Zusammenarbeit des deutschen Bundesnachrichtendienstes mit dem israelischen Mossad.
08.01.2000
Magazin -Seite M6
Shlomo Shpiro
Die Wache an der Einfahrt zum Gelände des Bundesnachrichtendienstes in Pullach nimmt Haltung an, als die zwei Autos das Tor erreichen. Ein kurzer flüchtiger Blick ins Wageninnere, dann öffnet sich die Einfahrt zu dem Gelände. Die beiden Fahrzeuge rauschen über eine Betonstraße, vorbei an Elektrozäunen und Wachhunden. Vor der "Doktor-Villa", wo einst Hitlers Parteikanzleichef Martin Bormann residierte, stoppen die Wagen. Dem ersten Auto entsteigt ein kleiner, unscheinbarer Mann, stapft durch den Schnee auf eine Gruppe wartender Männer zu und wird von ihnen mit Handschlag begrüßt.
Die streng geheime Begegnung in der ehemaligen "Rudolf-Heß-Siedlung" an der Pullacher Heilmannstraße, seit 1955 Domizil des Bundesnachrichtendienstes (BND), fand im Winter 1960/61 statt. Es war die Hochzeit des Kalten Krieges. Das Treffen, dessen genaues Datum und Zustandekommen bis heute so gut wie nicht bekannt geworden ist, markiert einen historischen Schnitt in den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem damals noch jungen Staat Israel.
Denn der kleine Mann, der so respektvoll von der BND-Führung in Pullach empfangen wurde, war Isser Harel, Chef des israelischen Nachrichtendienstes Mossad. Sein Besuch galt Reinhard Gehlen, dem damaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) und früheren Chefspion Hitlers im Wehrmachtsgeheimdienst Fremde Heere Ost. Der Besuch war der offizielle Beginn einer kurz zuvor zaghaft begonnenen geheimdienstlichen und militärischen Kooperation zwischen Deutschland und Israel, die nun schon mehr als vier Jahrzehnte andauert.
Als das Treffen in Pullach stattfand, unterhielten Israel und Deutschland trotz des Wiedergutmachungsabkommens von 1952 keine offiziellen Beziehungen. Die öffentliche Meinung im Judenstaat war dagegen zu frisch waren noch die Erinnerungen an den Holocaust, dem Millionen von Juden zum Opfer gefallen waren. Israelische Pässe trugen den Stempel "Zugelassen für alle Staaten außer Deutschland".
Unter den israelischen Geheimdienstoffizieren waren aber viele, die bei allem Schmerz über die Vergangenheit schon an die Zukunft dachten. Sie waren überzeugt, dass die Beziehungen nach Deutschland entscheidend sein würden für die Sicherheit ihres jungen Staates und eine erfolgreiche Geheimdienstarbeit.
Und auch beim BND gab es nicht wenige, die sich für eine Liaison mit dem Mossad zu interessieren begannen. Gehlen hatte vor allem der Anteil des Mossad am erfolgreichen Sinai-Feldzug der Israelis beeindruckt. Auch wusste er um das fein gesponnene Netz von israelischen Agenten in Osteuropa, von deren Erkenntnissen er gern profitieren wollte.
Schließlich war es Gehlen, der die Initiative übernahm. Er beauftragte einen Vertrauensmann, Deckname "Dr. Schmidt", den Kontakt mit den Israelis zu suchen und das Interesse der Deutschen für eine Zusammenarbeit zu signalisieren.
Der Mossad-Chef Harel, der viele Angehörige durch den Holocaust verloren hatte, sah zwar das Potenzial für eine Zusammenarbeit. Aber er war gleichzeitig besorgt über die sowjetische Infiltration des Gehlen-Dienstes und die engen Beziehungen Pullachs zu arabischen Staaten. Harel billigte deshalb zunächst eine begrenzte Zusammenarbeit, um die Möglichkeiten und die Aufrichtigkeit des BND zu testen, den Mossad bei Operationen in Osteuropa zu unterstützen.
Harel ließ dazu zunächst BND-Agenten beauftragen, bestimmte Informationen zu sammeln und sie Israel zukommen zu lassen. Tatsächlich lagen diese Informationen dem Mossad aber bereits vor. Auf diese Weise wollten die Israelis die Zuverlässigkeit der Deutschen testen.
Der Test erbrachte zufrieden stellende Ergebnisse. Also beschloss Harel, eine engere Kooperation mit dem BND einzugehen.
Die Möglichkeiten dieser Zusammenarbeit waren auch der Gegenstand jenes Geheimtreffens im Winter in Pullach. "Es war eine seltsame Situation, die ich dort erlebte", erinnert sich Harel in einem Gespräch an die Zusammenkunft. Die Wachen am Tor, die Elektrozäune und die Hunde auf dem Gelände all das habe ihn an ein Konzentrationslager erinnert. Zwischen ihm und Gehlen habe eine Distanz geherrscht, die nicht nur von Respekt getragen worden sei. Doch die Unterschiede und Antipathien zwischen den beiden Geheimdienstchefs standen einer Kooperation nicht im Wege verband Gehlen und Harel doch ihr strenger Antikommunismus und der Wille, gemeinsam gegen die kommunistische Bedrohung in Europa und im Mittleren Osten zu kämpfen.
Dennoch war die Zusammenarbeit heikel. Eines der Hauptprobleme war die Präsenz vieler Offiziere aus Hitlers Geheimdiensten in Gehlens BND, die dort meist leitende Funktionen inne hatten. Auch hatte Gehlen eine Reihe von bekannten Nazis als inoffizielle BND-Mitarbeiter in arabische Staaten entsandt, wo sie wegen ihrer in der Vergangenheit unter Beweis gestellten antisemitischen Haltung mit offenen Armen empfangen wurden.
"Darüber gab es bei uns viele Diskussionen", sagt Isser Harel. Das sei manchmal sogar so weit gegangen, dass er mit der Faust auf den Tisch schlug und seine Leute anbrüllte, "dass ich ihnen sogar befehlen würde, mit dem Teufel zu kooperieren, wenn es der Sicherheit des Staates Israel dienen würde. Wir einigten uns im Mossad schließlich darauf, dass die künftige Sicherheit Israels, das von seinen viel stärkeren arabischen Nachbarn bedroht wurde, wichtiger war als alle unsere Gefühle über die Vergangenheit. " Der Mossad fand sogar Wege, ehemalige Nazis für seine Ziele einzuspannen. So arbeitete Otto Skorzeny, Hitlers Lieblingsoffizier, der während des Krieges in einer tollkühnen Aktion Mussolini aus dessen Gefangenschaft auf dem Gran Sasso befreit hatte, als Waffenhändler für den BND und den Mossad in Madrid. Auch lieferte er beiden eine Vielzahl von Informationen aus dem Milieu der "alten Kameraden".
Doch Skorzeny blieb nicht der einzige Nazi, der mit dem Mossad kooperierte. Nach der spektakulären Entführung von Adolf Eichmann durch den Mossad in Argentinien erkannten viele Nazis, dass sie vielleicht durch eine Zusammenarbeit mit dem Mossad einem solchen Schicksal entgehen könnten.
Die Kooperation zwischen BND und Mossad vertiefte sich nach dem Harel-Besuch in Pullach. Immer häufiger waren Mossad-Offiziere willkommene Gäste in der "Rudolf-Heß-Siedlung" und der "Doktor-Villa" von Martin Bormann, in der jetzt der BND-Präsident residierte.
Gehlens größter Wunsch, selbst einmal im Hauptquartier des israelischen Geheimdienstes begrüßt zu werden, wurde dagegen nicht erfüllt: Die Israelis wollten den Skandal vermeiden, den es gegeben hätte, wenn herausgekommen wäre, dass ein ehemals führender Geheimdienstchef Hitlers im Judenstaat empfangen wurde.
Als Verbindungsoffizier zum Mossad setzte Gehlen seinen langjährigen Adjutanten, General Wolfgang Langkau, ein. Langkau, dessen Dienstname im BND "Langendorf" lautete, war ein hochtalentierter Offizier, der um die Bedeutung Israels für den BND wusste und daher gemeinsame Operationen zwischen beiden Diensten nach Kräften förderte.
Auf der israelischen Seite war der Mossad-Resident in Paris, Shlomo Cohen, für die Zusammenarbeit verantwortlich. Cohen, in Hamburg geboren und ein begnadeter Maler, hatte lange Jahre in Ägypten unter dem Decknamen Jacques Duclos gearbeitet. Tatsächlich hängen noch heute einige Bilder von Duclos in der Ägyptischen Nationalgalerie.
Cohen war ein Meister der so genannten "false-flag operations" (Operationen unter falscher Flagge). Dabei wurden Agenten für den Mossad angeworben, jedoch im Glauben gelassen, sie arbeiteten für ein anderes Land. Geduldet und gefördert vom BND rekrutierte Cohen eine Reihe von arabischen Diplomaten in Bonn, die glaubten, sie arbeiteten für die Nato.
Der BND half auch dabei mit, Mossad-Agenten für einen Einsatz in den arabischen Staaten auszubilden. In einem "sicheren Haus" in München wurden die Mossad-Offiziere in Spionage, Funkverkehr, Geheimschrift und Dokumentenfälschung ausgebildet. Gehlen selbst nahm am Pistolenschießen mit den Mossad-Agenten auf der BND-eigenen Schießbahn teil.
Israel profitierte aber auch noch auf einem anderen wichtigen Gebiet von der Kooperation des Mossad mit dem BND bei der Aufrüstung des Judenstaates. Die streng geheimen Waffenlieferungen der Bundesrepublik an Israel wurden schon damals durch den Gehlen-Dienst abgedeckt. Dabei zog von Anbeginn an einer der für den BND wichtigsten Politiker die Fäden der spätere CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Strauß, damals Bundesverteidigungsminister in Bonn, empfing Ende 1958 mehrmals seinen israelischen Amtskollegen Shimon Peres zu vertraulichen Gesprächen in seinem Privathaus in Zell am See. In der Folge dieser Gespräche gingen deutsche Panzer und Militärfahrzeuge über Drittländer an Israel.
So wurden Panzer, getarnt als zivile Handelslieferungen, nachts im Hamburger Hafen verladen. In Rotterdam lud man die Tanks auf israelische Schiffe um.
Geheime Absprachen erfolgten auch mit Politikern in Italien, wo deutsche Panzer für israelische Bedürfnisse umgebaut wurden. So lieferte Deutschland klammheimlich amerikanische M-48-Panzer nach Italien. Dort hatte der Geheimdienst schon alles vorbereitet, um in der Rüstungsfabrik von Breda die Bewaffnung der Tanks gegen großkalibrigere Kanonen auszutauschen.
Auch mit Frankreich gab es Absprachen zur heimlichen Aufrüstung der Israelis. Danach bezahlte die Bundesregierung Frankreich Geld für die Lieferung von Helikoptern und Flugzeugen, die offiziell aber als französische Hilfeleistung gekennzeichnet waren.
BND und Mossad hatten darauf zu achten, dass die Lieferungen geheim und auch befreundeten Staaten verborgen blieben. Nichts wurde daher schriftlich festgehalten, alle Gelder flossen über Bankkonten, die von Agenten beider Geheimdienste unterhalten wurden. Die gelieferten Waren hatte man so manipuliert, dass nichts auf ihre deutsche Herkunft hinwies.
Ein Bespiel für die strikte Geheimhaltung war die Lieferung zweier Schnellboote von der Burmester-Werft in Bremen an die israelische Marine Ende der 50er-Jahre. Bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahre 1980 galten die damals hochmodernen Boote als Produkte einer israelischen Werft. Niemandem fiel offenbar auf, dass Israel Ende der 50er-Jahre überhaupt noch keine Schiffbauindustrie besaß.
Franz Josef Strauß, der bei dieser Zusammenarbeit der beiden Geheimdienste eine Schlüsselstellung inne hatte, wollte mit dieser Kooperation nicht nur die Beziehungen zum jüdischen Staat nach dem Holocaust aufbauen. Er verstand sie vor allem auch als Investition in die Zukunft der deutschen Rüstungsindustrie, weshalb er sich persönlich sehr stark engagierte.
Ein extremes Beispiel dafür ist folgende bislang unbekannte Episode: An einem Abend Anfang der 60er-Jahre rollte eine dunkle Mercedes-Limousine vor das Tor der israelischen Mission in Köln. Die Fenster des Wagens waren mit Gardinen verhangen. Als die Wachen zu dem Fahrzeug gingen, bat der Fahrer, den Verbindungsoffizier des Mossad, Herrn Y. , zu holen. Als Y. kam, stieg der Fahrer aus und übergab ihm einen großen Gegenstand, der in einen Mantel eingewickelt war. "Das ist für die boys in Tel Aviv", sagte der Mann, stieg in sein Auto und fuhr davon.
Der Fahrer der Mercedes-Limousine war Franz Josef Strauß, und er hatte dem Mossad-Residenten eine Panzergranate übergeben, die in Deutschland entwickelt worden war.
Am 6. November 1961 wurde Heinz Felfe, einer von Gehlens engsten Mitarbeitern und zuständig für die Analyse östlicher Geheimdienste, wegen Spionage für den KGB verhaftet. Felfe, ein früherer SS-Obersturmbannführer, hatte seit zehn Jahren als Maulwurf des KGB praktisch das gesamte Spionagenetz des BND in Osteuropa verraten. Die Person, die Felfe überführte, war General Langkau der Verantwortliche für die Zusammenarbeit mit dem Mossad.
Die Kooperation der beiden Geheimdienste gewann nun an zusätzlicher Bedeutung. Über Nacht hatte der BND die meisten Quellen hinter dem Eisernen Vorhang verloren. Felfes Verrat war so umfassend, dass ganze Abteilungen im Pullacher Bundesnachrichtendienst mit einem Mal keine Agenten mehr hatten, von denen sie Informationen bekommen konnten.
Gehlen und Langkau stimmten darin überein, dass sie, bis der BND ein neues Agentennetz im Osten aufgezogen haben würde, auf die Hilfe anderer Dienste zurückgreifen mussten, um der politischen Führung in Bonn auch weiterhin aktuelle Informationen zukommen zu lassen. Doch Gehlen zögerte, mit den Briten oder Franzosen zusammenzuarbeiten, die er als Konkurrenten ansah.
Deshalb setzte er auf den Mossad. Gehlen bot den Israelis Unterstützung auf allen Gebieten an. Er offerierte dem Mossad sogar Kopien des täglichen BND-Lageberichts an den Bundeskanzler, das höchstklassifizierte Dokument in der deutschen Regierung. Als Gegenleistung wünschte sich der BND-Chef Informationen aus der DDR und dem Warschauer Pakt. Auch bot er dem Mossad Unterstützung und völlige Freiheit für dessen geheimdienstliche Aktivitäten in Deutschland an.
Besonders Letzteres war für den Mossad von großer Bedeutung. Denn die Israelis hatten erfahren, dass in den späten 50er-Jahren eine Reihe von deutschen Raketenwissenschaftlern durch den ägyptischen Geheimdienst angeworben worden waren. Diese Wissenschaftler hatten im Hitler-Deutschland am V2-Programm in Peenemünde mitgewirkt. Die Ägypter waren dabei, ein umfangreiches Raketenprogramm zu entwickeln, mit dem sie die großen Städte Israels bedrohen und in einem Krieg bombardieren wollten. Während die Herstellung der Raketen von deutschen Spezialisten in Ägypten geleitet wurde, erfolgte die Forschung und Entwicklung der Technologie an Instituten in Deutschland, die zudem noch Gelder von der Bundesregierung erhielten.
Harel betrachtete diese Aktivitäten als ein großes Risiko für die Sicherheit Israels. Ausgerüstet mit chemischen oder biologischen Sprengköpfen, könnten diese Raketen verheerende Schäden unter der israelischen Bevölkerung anrichten. Harel wies deshalb seine Leute an, die wichtigsten Wissenschaftler aufzuspüren und "sie davon abzuhalten, ihre Arbeit zu vollenden", wie er sagt.
Die Recherchen führten die Mossad-Agenten zu einer Firma in Stuttgart mit dem Namen Intra, ein ägyptisches Tarnunternehmen, das die Zusammenarbeit mit den Deutschen bei der Raketenforschung koordinieren sollte. Harel sah das Problem als ein politisches an und bat Premierminister David Ben-Gurion, einen strengen Protest an Bundeskanzler Adenauer zu senden. Ben-Gurion aber, der die geheimen Waffenlieferungen Deutschlands an Israel nicht aufs Spiel setzen wollte, lehnte den Vorschlag ab. Harel gab daraufhin seinen Posten als Mossad-Chef auf, sein Nachfolger wurde Meir Amit.
Amit, der zuvor dem Militärgeheimdienst vorstand, wies ein ruhiges, aber effektives Ende des "Wissenschaftler-Problems" an. Zum Einsatz kam ein hoch spezialisiertes "hitsquad", ein Einsatzkommando des Mossad, das eine Reihe von Anschlägen gegen die am Raketenprogramm der Ägypter beteiligten Wissenschaftler in Deutschland ausführte.
Ungeklärt ist bis heute, wer das "hitsquad" leitete. Unbelegt, aber auch nicht widerlegt, ist die Behauptung, der spätere israelische Ministerpräsident Shamir habe damit etwas zu tun gehabt. Fest steht, dass Shamir seinerzeit von Harel für den Mossad rekrutiert wurde und eine nicht näher bezeichnete "Sondereinheit" in Paris leitete.
Einige der Wissenschaftler, die in das ägyptische Raketenprogramm involviert waren, verschwanden nach Amits Dienstantritt spurlos. So zum Beispiel der Chef der Firma Intra, der im September 1962 über die Mittagszeit sein Büro verließ und nie mehr wiederkommen sollte. Sein Schicksal ist bis heute ungeklärt.
Auf andere Wissenschaftler wurden Anschläge verübt. Eine Briefbombe explodierte im Büro eines Professors, der in Ägypten arbeitete. Seine Sekretärin wurde dabei schwer verletzt. Ein Ingenieur wurde in Süddeutschland in eine Schießerei verwickelt, er konnte nur knapp dem "hitsquad" entkommen. Andere Beteiligte am Raketenprogramm wurden über ihre in Deutschland lebenden Familien eingeschüchtert.
Gehlen blieben die Aktivitäten des Mossad in Deutschland nicht verborgen. Aber er wies seine Leute an, nichts zu unternehmen, denn die Unterstützung seines BND durch den israelischen Dienst wollte er auf keinen Fall aufs Spiel setzen.
Die Aktionen des Mossad trugen letztlich wesentlich dazu bei, dass bis 1964 die meisten deutschen Wissenschaftler Kairo verließen und sich vom ägyptischen Raketenprogramm zurückzogen. Obwohl die damals entwickelten Raketen im Yom-Kipur-Krieg von 1973 gegen Israel eingesetzt wurden, richteten sie nicht den befürchteten Schaden an das fehlende Navigationssystem der Raketen verhinderte, dass sie einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Krieges nahmen.
Die geheimen Beziehungen zwischen BND und Mossad begannen an jenem Wintertag in Pullach. Als die beiden so unterschiedlichen Männer der einstige Chefspion der Nazis und der Jude, der seine Angehörigen durch den Holocaust verloren hatte übereinkamen, die Vergangenheit zwar nicht zu vergessen, darüber hinaus aber in die Zukunft zu blicken. Sowohl Israel als auch Deutschland profitieren bis heute in enormer Weise von der geheimen Kooperation nicht nur auf dem Gebiet der Spionage, sondern auch auf dem langen Weg der beiden Völker, die Vergangenheit zu überwinden und gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten.
Dr. Shlomo Shpiro ist Assistant Professor an der Bar-Ilan Universität, Tel Aviv, Israel. Seine Spezialgebiete sind Medien, Sicherheitspolitik und Geheimdienste.
Gehlen und Harel verband ihr Antikommunismus und der Wille zum Kampf gegen die kommunistische Bedrohung.
Harel wies an, die Wissenschaftler davon abzuhalten, ihre Arbeit für Ägypten zu voll-enden.
GEHEIME AUFRÜSTUNG Von der Anfang der 60er-Jahre durch den Mossad-Chef Isser Harel und den damaligen BND-Präsidenten Reinhard Gehlen beschlossenen Kooperation beider Geheimdienste versprach sich Israel vor allem militärische Vorteile in seinem Verteidigungskampf gegen die arabischen Nachbarstaaten. Tatsächlich half der deutsche Bundesnachrichtendienst mit Strohmännern und Geheimkonten bei der verdeckten Aufrüstung Israels mit. Auch deutsche Politiker mit guten Beziehungen zum BND, wie Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß, waren zu Diensten. Als sich Anfang der sechziger Jahre herausstellte, dass deutsche Wissenschaftler das ägyptische Raketenprogramm unterstützen, beauftragte der Mossad ein spezielles Einsatzkommando mit Anschlägen auf diese Personen in Deutschland. Der BND griff nicht ein, um die Zusammenarbeit mit dem Mossad nicht zu gefährden. Die geheime Kooperation trug schließlich nicht unwesentlich zum Sieg Israels im Yom-Kipur-Krieg von 1973 bei.
Der BND und der Mossad // Reinhard Gehlen (l. ) leitet von 1942 bis 1945 die Abteilung Fremde Heere Ost. Nach dem Krieg wird er der erste BND-Chef. 1974, Ex-BND-Präsident Reinhard Gehlen bei seiner Anhörung vor dem Guillaume-Untersuchungsausschuss.
Hilfe bei der Aufrüstung Israels // 1963, Franz Josef Strauß (M. ) in Tel Aviv mit den Politikern Shimon Peres (l. ) und Moshe Dayan. 1984, Bundeskanzler Helmut Kohl wird von Regierungschef Yitzhak Shamir in Israel begrüßt.
Moses Hess coined the term national socialism, commonly shortenedto nazism, which he intended to use for Jewish nationalism - andthis as early as 1862.
The connection between Zionism and German Nazism thus already existed from the beginning and would later on be developed further, both ideologically and politically. Documents found by the German historian Klaus Polkehn, reveal an extensive co-operation between the leading Nazis and Zionist leaders. (Download: Der Zionismus im Komplott mit dem Nationalsozialismus )
This information was published by the Israeli Professor Israel Shahak in the Israeli newspaper Zo Haderekh on 2 September 1981. The Nazis and the Zionists had a common interest to frighten European Jews to emigrate to Palestine. The leading Zionist organizations in this close co-operation were (later infamously known as the Lohamei Harut IsraelStern Gang) and Irgun Zvai Leumi. Among the leaders were also Yitzhak Shamir and Menachem Begin, who later both became Israeli prime ministers.
Lenni Brenner divulged in 1984 in his book "The Iron Wall" that the Stem Gang in 1940 delivered a memorandum to a German diplomat in Beirut. It was suggested that the Jews in Poland should receive military training to fight against the British in Palestine.
After the victory, a Jewish State - "a Hebraium" (Hebrew national home) - should be set up, which then should enter into a treaty with Nazi-Germany and be ruled according to the same totalitarian principles. Many Jewish extremist politicians, for example the members of the Revisionist Party in Palestine, were dressed in brown shirts in the 1930s (Donald Day, "Forward, Christian Soldier!" / "Framat, Kristi stridsman!", Helsinki, 1944, pp. 139-140).
The Betar Logo
The Zionist terror organization Betar was organized like the SS. That is why today's Israel is using Nazi methods. Heinrich Himmler's emissary Leopold von Mildenstein together with Zionist functionaries visited Palestine in 1933 and 1934.Thereafter articles were published in Goebbels' newspaper Der Angriff that in the most excitable words hailed the Jewish struggle to build new settlements in Palestine. The majority of the Jews who left or were forced to leave other European countries, preferred to move to Germany (Ingrid Weckert,"Feuerzeichen: Die Reichskristallnacht" / "The Kristallnacht: A Beacon , Tubingen, 1981).
On 23 December 1935, an interview with the German Zionist leader Georg Kareski was published in Der Angriff. He was satisfied with the new Nuremberg laws that strongly prohibited all sexual contacts between Jews and Aryans. In words of gratitude he hailed these laws as a fulfillment of the wishes of Zionism.
Rings a bell?
In connection with this, it became permissible to raise the Zionist blue-and-white flag together with the swastika. The Nazis wanted to do everything to accommodate the Zionists demand for as many Jews as possible to settle in Palestine. In 1933, the Hitler administration and the Zionist Central Organization signed an agreement for the Jewish emigration to Palestine.
There were so many new settlers that many Arabs suspected Hitler of being Jewish and a crypto-Zionist.
In 1934 alone, 120 000 German Jews emigrated to Palestine. Until September 1940, 500 000 Jews from Germany and from occupied Poland had emigrated to Palestine.
In 1950, it was claimed from official Jewish sources that the total amount of Jews in Palestine from various European countries only amounted to 80 000. As many as 420 000 of those present were listed as gassed in the camps. Even though they were alive and well in Israel, the Zionists considered them victims of the holocaust and demanded retribution for them (Weckert, "Feuerzeichen: Die Reichskristallnacht" / "The Kristallnacht: A Beacon", Tubingen, 1981).
At the end of February 1937, Feiwel Polkes, a representative of the Zionist Haganah movement, met the SS officials Herbert Hagen and Jew Adolf Eichmann at Restaurant Traube in Berlin for amicable discussions of suitable ways to outwit the British authorities, who were considered too strict in their limitations of the immigration to Palestine.
Polkes also wanted the Germans to prevent Jews from moving to other countries.
It was a well-known fact that the German Jews were not partial to Palestine, but would rather settle in other countries. In return, Polkes would supply the Sicherheitsdienst (SD), the SS security service, with "all possible secret information and at the same time further Germany's interests in the entire Near East" (Andreas Bliss, "Der Stopp der Endlosung" / "The End of the Final Solution", Stuttgart, 1966).
In October 1937, Adolf Eichmann went to Cairo, and paid a visit to Palestine on the way. The negotiations broke down, since most of the Jews were not willing to move to Palestine. On 15 May 1935, the SS newspaper Das Schwarze Korps reported:
"The days when Palestine will warmly welcome her lost sons are not far distant. We wish them luck, and the goodwill of the German nation be with you!"
When the Jewish emigration from Poland and Germany began, a number of countries began to complain. In a few years, Romania had received 500 000 Jews from the East, many of whom were a threat to the nation because of their communist revolutionary activities.
In the first few months of 1937, Sweden granted 15 222 applications for work and residence permits, most of them to Jewish immigrants who were designated "German", "Russian" or "Polish". The Zionists have done everything in their power to suppress information of their co-operation with the Nazis in the years before the Second World War. The co-operation forced a Zionist provocation without precedence - the Kristallnacht (the night of the broken glass), which took place under the sign of Scorpio.
The real target was the German people.
Ingrid Weckert found archive information other than the usual anti-Nazi propaganda, and in 1981 published this information in her book "Feuerzeichen: Die Reichskristallnacht" ("The Kristallnacht: A Beacon", Tubingen, 1981). The official explanation was that a seventeen year-old Polish Jew, Herschel Feibel Grynszpan, shot the secretary of the German Embassy in Paris, Ernst von Rath, in protest against the deportation of his family. Although Grynszpan lacked valid identification papers and money, he was able on the morning of 7 November 1938 to buy a gun for 250 francs and go to the embassy an hour later. In revenge, fanatic Nazis were supposed to have burnt and destroyed Jewish property. While investigating the Kristallnacht events, unknown persons appeared, claiming to be representatives of the top party leadership. On several occasions, the gauleiter (district leader) received anonymous phone calls from men claiming to represent the party leaders.
The party leadership had never given any orders for the destruction of Jewish property, however. These anonymous agents were the first to throw rocks against the windows of Jewish shops. They led the attack on Jewish residences. All the rioting was led by a centrally placed group of well-trained agents. The provocateurs took advantage of the fact that on 8-9 November 1938, all decision making within the Nazi Party had been delegated to men of lower rank and less experience, as the Nazi leaders were busy celebrating the anniversary of the Munich coup 1923. As the first reports of the disturbances came, the SA commander Viktor Lutze ordered that Jewish property must not be damaged. In case there were still anti-Jewish demonstrations, the SA would intervene to stop them. Following this order from Lutze, SA members began to guard Jewish shops whose windows had been broken. The SS and the police were given similar directives to restore law and order. In spite of this, at least three of the 28 SA units refused to obey orders, and sent their men out to destroy synagogues and other Jewish property.
No more than 180 synagogues were destroyed, not 1400 as was claimed by the propaganda. 7500 windows were broken, not 100 000. In many cases, the assailers were fought by Jews and SA members together. Heinrich Himmler ordered Reinhard Heydrich to put a stop to all demonstrations and to protect the Jews from the demonstrators.
The telegrams giving the orders are still available in the archives. When Hitler was informed at 1 a.m. of the riots in Munich, and that a synagogue had been burned, he was furious and ordered the Munich chief of police to report to him immediately. He ordered the fire put out at once and all demonstrations and riots in Munich to be stopped. He made sure that a telex was sent to all gauleiter at 3 a. m. The order demanded: "From the highest authority: Arson or assault on Jewish shops or other Jewish property must not occur under any circumstances." In the morning of 9 November, Goebbels spoke on the radio prohibiting all actions against Jews. Anyone found violating this proclamation would be severely punished.
It turned out that it was the Jewish masonic lodge B'nai B'rith, in co-operation with the Zionist organization, LICA (Ligue International contre l'Antisemitisme) in Paris that was behind the so called Kristallnacht on 9 November 1938. The aim of the LICA provocation was to encourage the emigration of German Jews (Weckert, op. cit., pp. 254-256).B'nai B'rith had infiltrated the Nazi movement's vital parts: the SS,the SA and the party. These freemasons had managed to infiltrate the telephone operators in the gauleiter offices. When they received the orders from Lutze, it was altered to its opposite.
The Nazi leadership took no legal action against B'nai B'rith, which was allowed to continue its subversive activities. B'nai B'rith had 12 000 members in 80 lodges in Germany, three of them in Berlin. B'nai B'rith was the only Jewish organization allowed by Hitler to remain active and open during the Nazi regime after 1933 (Viktor Ostretsov, "Freemasonry, Culture, and Russian History", Moscow, 1999), although propaganda claims that it was dissolved in Germany in 1937 (Lexikon des Judentums"). But Hitler actually first in 1939 closed B'nai B'rith's operations in Germany. It was not until the war had begun, in November 1939, that the B'nai B'rith had their documents confiscated. The Jewish VOBB lodge had its library confiscated in April 1938. In 1952, Nahum Goldman, president of the World Jewish Congress, demanded 500 million dollars from the German Chancellor Konrad Adenauer as compensation for the damages suffered by the Jews during the Kristallnacht.
When Adenauer questioned the justification of this outrageous claim, Goldman replied: "You may justify as much as you like, I want the money!" And it was given to him. This is called chutzpah, Jewish insolence! Adenauer's wife, by the way, was Jewish.
In the 1930s, Cyrus Adler, president of the American Jewish Committee, co-ordinated the activities of the B'nai B'rith and The New York Times in order to block any American political measures against Hitler. The American freemasons had no interest whatever in fighting nazism, but were merely looking for a suitable opportunity to satisfy their thirst for blood. President Roosevelt was firmly set against supporting any anti-Nazi groups, since he wished to kill as many Germans as possible (Colonel John Beaty, "The Iron Curtain over America", p. 74). General Mark Clark, a freemason and Commander-of the US Fifth Army, told the soldiers of the US Fifth Army: "There is no limit to the number of Germans you can kill." (The New York Times, 13 February 1944)
The SA members who had taken part in the disturbances were tried in court. The party had its own courts of law with Walter Busch in charge. All documents are still available.
Herschel Grynszpan survived the war, even though he had been brought to Germany. After the war he returned to Paris, where he should have been tried for murder. Instead, he received a new name and new identity papers. His family also survived the war, and managed to emigrate to Palestine. Someone had paid 4000 pounds to give them the opportunity, as the family had no money of their own. As a consequence of the Kristallnacht, the National Centre for Jewish Emigration was formed.
The Zionist collaboration with Hitler went so far that some of them were declared Aryans, among them the banker Oppenheimer and the aircraft manufacturer Ernst Heinrich Heinckel. In his book "Bevor Hitler kam" ("Before Hitler", Geneva, 1975), the Jewish Professor of History Dietrich Bronder showed, which Jews financed Adolf Hitler, thus helping him to power. This explains why a large number of Jews were given Aryan documents. He also proves that most of the Nazi leaders were Jews or half-Jews, or were married to Jewish women.
In 1943, American intelligence compiled a file on Hitler. The material was classified and was not released until 1972. The psychiatrist Walter C. Langer, who during the war had analysed all secret information about Hitler for the White House, published the delicate material in his book "The Mind of Adolf Hitler" (New York, 1972). He had access to facts similar to those made available to Dietrich Bronder.
The Nazi leadership also included Jews with "the right documents", among them the head of the SS Heinrich Himmler (shown to be Jewish by the Jewish writer Willi Frischauer in his book "Himmler: Evil Genius of the Third Reich", London, 1953). Himmler's homosexual activities were recorded on film by the Nazi photographer Walter Frenz. Wilhelm Canaris, the head of the Abwehr, was a Greek Jew.
Other Jews were Alfred Rosenberg, who developed the national socialist ideology using as models the Talmud and Bulwer-Lytton's "The Coming Race" (1871), and Joseph Goebbels, whose first girlfriend was Jewish and who only appreciated Jewish professors (Grigori Klimov, "The Protocols of the Soviet Elders", Krasnodar, 1995, pp. 328-329). Goebbels' Jewish ancestry has also been demonstrated by the historian David Irving. His family came from Holland; he was nicknamed "rabbi" in school. His wife was the adopted daughter of a Jewish family called Friedlander. His motherin-law was once insulted by SA members in a Jewish cafe, whereupon she replied that she would complain to her son-in-law Dr Goebbels (Konrad Heiden, "Adolf Hitler", Zurich, 1936, p. 350).
The deputy Chancellor of the Reich, Rudolf Hess, was bom in Egypt by a Jewish mother. In the homosexual circles in Munich, he was known as "Fraulein Anna" (Bronder, op. cit.). It is less commonly known that in the 1920s, Hitler sexually abused Richard Wagner's grandson Wieland Wagner (Time Magazine, 15 August 1994, p. 56). This information is well documented. http://www.time.com/time/magazine/article/...,981248,00.html
Julius Streicher, editor of Der Sturmer, was another Jewish homosexual. His real name, Abraham Goldberg, was publicized on his hanging on 16 October 1947, after the Nuremberg trials (Bronder, op.cit.). During the Nuremberg trials, Streicher admitted: "Our model was the Jewish law" (Nikolai Ostrovsky, "The Temple of the Beast", Moscow 2001, p. 120). Both SS officer Adolf Eichmann and Labour Minister Robert Ley were Jews, as were the SS generals Erich von dem Bach-Zelewski (1899-1972) and Odilo Globocnik (1904-1945). After the war, Bach-Zelewski was kept under house arrest for ten years. In 1958, he was taken to court again and sentenced to life imprisonment (Bronder,op. cit.). Goring's right hand, Field Marshal Erhard Milch was half Jewish, according to Time Magazine (7 February 1972), but his mother was Jewish. Goring declared him to be Aryan, although his father was also Jewish. According to Bronder, Goring himself was Jewish, as was his second wife. http://www.time.com/time/magazine/article/...,905753,00.html
In 1961, the British writer Charles Wighton published his book "The Story of Reinhard Heydrich", which is based on Nazi sources. He showed that the head of the SD ReinhardHeydrich was Jewish on his mother's side. His father (Bruno Ziiss) was also Jewish, and Heydrich himself was a homosexual. Hitler had a good impression of Heydrich, and believed that his non-Aryan roots would guarantee his obedience.
General Karl Haushofer, a university professor and director of the Munich Institute of Geopolitics, was married to a Jewess. His Jewish son Albrecht Haushofer, later had no problems working for Nazi Germany's Foreign Ministry. He was a scientist as well as a politician (David Korn, "Wer ist wer im Judentum" / "Who is Who in Judaism: Encyclopaedia of Prominent Jews", Vol. 2, FZ Verlag, Munich, 1999, pp. 124-125). In 1940, Albrecht Haushofer became a professor in Berlin. He took part in planning Hess' flight to Scotland in 1941, and was later executed suspected of complicity in the attempt to murder Hitler in July 1944. On 10 March 1946, Karl Haushofer murdered his wife ritually and then before a black Buddhist altar opened his own belly using a Japanese short sword, Samurai style (harakiri). According to Henneke Kardel's book "Adolf Hitler: Begriinder Israels" / "Adolf Hitler: Creator of Israel" (Geneva, 1974), Hitler's lawyer Hans Frank was half-Jewish, because his father was a Jewish lawyer from Bamberg. The book was banned in Germany, and in accordance with a court decision, all copies found there were sunk in a Hamburg harbour basin in 1974.
On Hitler's appointment as chancellor, Frank was made minister of justice in Bavaria. In 1934, he was appointed minister without portfolio. When Poland was occupied in the autumn of 1939, Frank was appointed governor general. A well-kept secret was that Hitler's father Alois married a Jewish woman, and thus, Hitler's half-siblings were Jews. His half-sister Angela was employed by Hitler as a housekeeper in Obersalzburg, while his half-brother lived in Berlin. Eva Braun was half Jewish, and had been introduced to Hitler by the half-Jewish photographer Heinrich Hoffman. Many leading officers in the Wehrmacht were Jewish: at least two field marshals, ten generals, commanding more than 100 000 soldiers, fourteen colonels and thirty majors.
In some twenty cases, soldiers of Jewish descent were decorated with the Ritterkreuz, one of the highest awards of merit in the German army. This information was verified in greater detail by the American historian Bryan Rigg, himself of Jewish origin (William D. Montalbano, "Judiska soldater slogs for Hitler" / "Jewish soldiers fought for Hitler", Dagens Nyheter, 5 January 1997). Thousands of men of Jewish descent, and hundreds of those designated as Jews by the Nazis, served in the military with Hitler's knowledge. A dozen lists of exception bearing his signature are still in existence. More than 1.200 cases are well documented.
In one document, personally signed by Hitler, he used his right to make exceptions for the 77 top officers on the list, according to the Nazi laws of 1935, which prohibited anyone who had a Jewish grandfather from becoming an officer. The list also contained names of top managers within the civilian administration that co-operated with the military.The blond and blue-eyed half-Jew Werner Goldberg was used by Nazi propaganda as the ideal German soldier. Commander Paul Ascher and General Johannes Zukertort were both Jewish. The half-Jew Colonel Walter H. Hollaenderwas decorated with the Ritterkreuz and German Cross of Gold. Hitler declared the half-Jew and later Luftwaffe General Helmut Wilberg to be Aryan (Ehrenarier) in 1935 (military awards: Hohenzollern Knights Cross with Swords).
At least one German officer in uniform is reported to have visited his father in the concentration camp at Sachsenhausen. A religious Jew had adopted a non-Jewish identity and became an army captain, married a Jewish woman from his hometown and managed to remain an orthodox Jew while in the army throughout the war. Helmut Schmidt, German Chancellor (1974-1982), was an Air Force (Luftwaffe) officer, even though his paternal grandfather was Jewish.
In 1921-1937, the Jew Ernst Hanfstaengl was a close friend of Adolf Hitler, and later was friendly with Franklin Roosevelt. He was warned by the Austrian writer Rudolf Kommoss: "Should there arise a party led by anti-Semite Jews or half-Jews, we will have to watch out!" (Ernst Hanfstaengl, "Hitler: The Missing Years", London, 1957).
430 000 Soviet Jews fought German Jews in the Second World War (Aron Abramovich, "In the Decisive War", St. Petersburg, 1990, p. 25). The Red Army high command included many Jews, among them the generals Solomon Raikin, Isaak Revzis, Simon Reizin, Josef Rubin, Mikhail Belkin, Zelik Yoffe, and Grigori Preizman.